Ausgabe Goslarsche Zeitung , 01. November 2025
Eine Streuobstwiese für jedermann
Text: Christoph Exner
Eine Streuobstwiese für jedermann
Harzburg-Stiftung lässt dank Spenden 20 Bäume am Heiligenholz pflanzen – erste Ernte wohl in zwei bis drei Jahren.
Bad Harzburg. Als bei Miriam Bartels die Idee für eine Streuobstwiese in Bad Harzburg reifte, da waren die Bäume, die heute, gut zehn Jahre später, dafür verwendet werden, gerade aufgekeimt.
Am Mittwoch durfte die Geschäftsführerin des Hotels „Braunschweiger Hof“ in Funktion als Vorstandsmitglied der Bad-Harzburg-Stiftung zur – wenn man so will – Grundbaumlegung gut 20 Gäste begrüßen. Dafür hatte sie neben Getränken passenderweise auch frisch gebackenen Obstkuchen mitgebracht.
Gut 20 Personen sind dabei, als am Mittwoch der erste von 20 Bäumen in die Erde gesetzt wird.
Auf der Wiese „Am Heiligenholz“, gleich neben Bolz- und Golfplatz, sollen in den kommenden Tagen 20 Obstbäume gepflanzt werden.
Finanziert wurden sie durch Spenden der Stifter. Die zahlten 1000 Euro pro Baum für die Anschaffung und drei Jahre Anwuchspflege. Weitere Interessenten seien in Sicht, teilt die Bad-Harzburg-Stiftung mit.
Auch ein Erntefest geplant
Profitieren sollen davon alle, denn die Wiese ist öffentlich
zugänglich und jeder dürfe und solle sich gerne bedienen, betont Miriam
Bartels. Bis tatsächlich Früchte wachsen, wird es wohl aber noch eine ganze
Zeit lang dauern. In der Regel vergehen bis dahin mindestens zwei bis drei
Jahre. Wenn es so weit ist, solle es auch ein Erntefest geben, kündigt Bartels
an.
Zur Sturmsicherung der jungen Bäume schneiden die Mitarbeiter der Firma Düe Holzpfeiler zurecht und treiben sie in die Erde.
Für das Vorstandsmitglied der Bad-Harzburg-Stiftung ist die Streuobstwiese ein „Herzensprojekt“. Vor Jahren habe sie nämlich eine Imkerei besucht und später dann selbst Bienenvölker gehalten. Außerdem komme sie vom Land. Eigentlich habe sie die Streuobstwiese zunächst neben ihrem familiengeführten Hotel „Braunschweiger Hof“ anlegen wollen, davon seien aber ihre Köche nicht so begeistert gewesen, berichtete Bartels schmunzelnd.
Daraufhin sei sie auf die Stadt zugegangen und dort auf offene Ohren gestoßen. Zwischendurch bremste die Corona-Pandemie das Projekt aus, und im Rathaus gab es so manchen Personalwechsel. In der finalen Phase bekam die Bad-Harzburg-Stiftung bei ihrer Idee tatkräftige Unterstützung von der ehemaligen Klimaschutzmanagerin und heutigen Stadtplanerin Marie Scholz.
Seit Aufkommen der Idee vergingen insgesamt zehn Jahre, bis nun der erste Baum gepflanzt wurde. Auch die Stifter seien von der Idee sehr angetan gewesen, freut sich Bartels. Die 20 Bäume habe man nur dank deren finanzieller Unterstützung anschaffen können. Das sei ein „großer Vertrauensvorschuss“.Fachmännisch ausgesucht
Die ausgesuchten Obstbäume sind bereits mehrere Jahre alt.